WACHTRÄUMERIN Eins Zwei Drei Vier Fünf Sechs Herz

Trauerphase?



Nun befand ich mich also offiziell in einer Trauerphase zumindest so weit wie ich mir das bis dorthin eingestehen konnte. Dieses Eingeständnis brachte mich jedoch kein Stück weiter. Ich befand mich immernoch auf dem selben Status wie vor ein paar Monaten. Es könnte allerdings auch sein das ich mir das alles nur einbildete. War etwa alles nur ein schlechter Traum? Und wenn es wirklich ein Traum war würde mich dann bitte endlich jemand wecken? .. Es war kein Traum. Es war real das kalte grausame Leben das dir jeden Tag aufs neue beweisen wollte wie sehr es dich Tag für Tag in die Knie zwingen kann. Aber was wollte ich mir mit solchen Floskeln beweisen? Sollte das etwa die Antwort auf alles sein? Ein Grund weshalb ich aufgab? Ich hoffte nicht. Also beschloss ich weiter zu machen, auf zustehen und nach draußen zu gehen. Es machte sogar Spaß, anfangs.. doch schon bald zählte ich die Minuten. Obwohl es nichts gab wofür es sich lohnte wieder nach Hause zu gehen, in so fern man so etwas noch Zuhause nennen konnte, ging ich also. Zuhause angekommen fragte ich mich was mir dieser Tag zeigen sollte. Bin ich etwa noch nicht so weit ein normales Leben zu führen? Oder gebe ich selbst lieber jetzt auf anstatt mir noch eine Enttäuschung einhandeln zu dürfen. Ich war zwar nach wie vor der Meinung man sollte etwas riskieren und ich konnte nach wie vor Menschen bei ihren Sorgen helfen und doch kam ich nichtmal mit meinem eigenen zurecht. Ich klammerte mich an das einzigste was mir bis dahin noch geblieben schien, meine Freunde. Doch bei jedem kleinsten Moment in der sie unachtsam waren oder keine Zeit hatten um mich herum zu tanzen, hinterging ich sie. Sie würden sich nicht melden. Sich nicht um mich kümmern. Kein Interesse zeigen. Das alles waren noch harmlose Dinge die in dieser Zeit fielen. Und doch ließen sie mich nie im Stich. Also musste ich wieder einmal feststellen das ich von Fehlern geprägt wurde. Ich schien in diesem Moment ein einziger lebender Fehler zu sein! Doch bevor ich in Selbstmitleid zerfloss beschloss ich kurz um mich einfach anderweitig zu beschäftigen. Daraus ergab sich dann eine Sucht nach der nächsten jedoch hatten alle eine Sachen gemeinsam, Sie funktionierten nicht! Ich war also genau dort wo ich angefangen hatte. So dümpelte ich durchs leben Tage, Wochen und mitlerweile Sogar Monate, in der hoffnung das alles irgendwann ein Ende finden würde. Das Ende blieb aus! Ich wartet vergebens. Stattdessen überkamen mich schwierigere Situationen, mehr Emotionen und noch größere Ratlosigkeit. Es fühlte sich an wie der freie Fall, niemand konnte das Ziel sehen. Nicht einmal ich! Ich fiel also, in ein Loch aus Emotionen und Ratlosigkeit und es ergab sich daraus der totale Gefühlstot. Meine Freunde, diese die bis zu diesem Moment noch bei mir wahren, sorgten sich natürlich um mich. Doch sie konnten nichts unternehmen und ich spielte ihnen lieber meine beste schlechteste Vorstellung. Ich erhoffte mir das sie nicht merken würden wie Sinnlos ich doch alles Empfand doch natürlich merkten sie es. Es folgten Diskussionen, Aufbauungsversuche und ewig lange Gespräche. Natürlich wollten sie mir nur helfen doch wie sollte ich Menschen belasten von denen ich selbst wusste wie schwer sie es hatten?

25.6.10 03:47


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Der perfekte Scherbenhaufen



Er funkelte! Er glänzte! Jedoch nur in der Sonne. Doch er bekam niemals die Sonne zu Gesicht. Dafür würde ich schon sorgen. Ich blieb allein, ständig allein. Ich weinte immer zu und so konnte man sich immerhin keinem Menschen zeigen richtig? Also blieb ich weiterhin allein. Ich hörte ein und das selbe Lied.. Unser Lied. Ich versuchte wieder in mein Alltag rein zu kommen probierte Sachen die mir Spaß machten, sprach mit Leuten die mir einmal was bedeutet hatten.. bis zu meiner ehe sogenannte Freunde. Doch auch sie konnten nicht helfen. Sie machten mich für alles verantwortlich, beschuldigten mich Dinge getan zu haben die so niemals passiert sind. Also blieb ich wieder allein, denn auf solche Leute wollte ich mich nicht stützen, auf solche Leute wollte sich niemand gerne stützen. Doch dann führte mich mein weg in die online Welt. Und so traurig es klingen mag sie hat mich aufgefangen. Ich habe dort wirklich sehr gute Kontakte geknüpft. Leute die ständig mit mir telefoniert haben um mit mir zu lachen und mit mir zu weinen. Leute die mich versucht haben zu trösten, abzulenken, die versucht haben mir zu helfen das ich endlich wieder mal schlafen konnte, die mir mein dauerhaft laufendes Lied löschten und mir neue zeigten. Die nicht nur sagen "ooch das wird schon wieder" sondern mir dies auch wirklich Zeigen konnten. Ich habe dort Leute gefunden die heute meine stützen geworden sind! ohne die ich meinen Alltag nicht mehr bestreiten könnte. und die auf einmal gar nicht mehr so weit entfernt zu sein schienen. Aber natürlich wie sollte es anders sein bewies sich trotz des guten Kontakts das sie einfach weit weg wahren. Das sie zwar versuchen konnten mir zu helfen und die Sache vielleicht auch leichter und erträglicher machten, doch nie wirklich für mich da sein konnten so sehr sie dies auch versuchten. Also machte ich mich daran alles miteinander zu mischen, ich brachte meinen neuen alten Freunden meine online Freunde nahe und zeigte ihnen wie man sich trotz der Entfernung für einander begeistern kann. Und ich zeigte meinen online Freunden meine realen Freunde um zu zeigen schaut mal es ist manchmal nicht unbedingt das schlechteste nicht genau neben an zu wohnen. Und ich hatte es geschafft irgendwie alles miteinander zu vereinbaren ohne das sich jemand der beiden schlecht fühlte. Zum ersten mal in meinem leben hatte ich da wirklich das Gefühl das es wieder Berg auf gehen würde. Ich konnte förmlich spüren wie es war voran getrieben zu werden. Ich ging wieder nach draußen machte einiges von den Sachen von früher und betrachtete meinen Scherbenhaufen im Sonnenlicht. Wie er funkelte und glitzerte und auf einmal fand ich ihn gar nicht mehr so abschreckend und hässlich im Gegenteil ich lernte damit zu leben. Ich baute mir die schönste Fassade die man sich aus Scherben hätte bauen können. Und ich gebe zu ich war selbst auch ein klein wenig stolz auf mich. Meine Freunde wiederum blickten nur auf die Fassade und sahen "wie gut es mir doch ging" und ich wahr auch zufrieden damit denn irgendwie war es doch auch das was ich erreichen wollte oder? Doch natürlich und wie hätte es anders sein sollen scheiterte das Projekt. die Fassade begann zu bröckeln und ich brach in mich zusammen. Nervenzusammenbrüche folgten schnell die Rückfälligkeit im Schlepptau. und niemand konnte es aufhalten, es war vielleicht sogar ein bisschen wie bei Dominoday. Es war wunderschön dabei zu zuschauen aber eine heiden arbeiten das alles selbst wieder auf zu bauen. Und doch gab es zwei Menschen die es schafften die kette nicht zu ende laufen zu lassen. Die mich im lauf stoppten um schlimmeres zu verhindern. So ergab es sich also das diese beiden Personen meine stützen wurden. Ich erkannte also das es manchmal vielleicht gar nicht wichtig war 1 feste stütze zu haben da auch viele kleine ausreichten um nicht zusammen zu brechen und kehrte zurück in meine Trauerphase.


24.6.10 19:18


Es kam wie es kommen musste..



Und so kam es wie es kommen musste. Auch der Anfangs so perfekte mann verließ mich. Ich kam mir vor wie in einem ewigen Kreislauf gefangen. Immer das selbe Spiel ein Wenig Glück und anschließend viel mehr Trauer. Doch wieso trauerte ich?
Ich denke weil ich mir selbst nicht eingestehen wollte das es trotz allem wieder besser werden kann. Das es bergauf geht, das ich ganz alleine es schaffen könnte! und so kam es das ich bitter litt. mich zerriss es schier und doch gab ich die Hoffnung nicht auf. er stieß mich jeden Tag von neuem von sich, zeigte mir wie sehr ich ihn an zu widern schien. doch ich wollte es nicht verstehen. Oder konnte ich es nicht? ich war gefangen in einem Kreislauf der zeit. Mein Glück war abgelaufen und schon stand die Trauer bereit. doch diesmal schlich sie sich nicht langsam in meinen Alltag ein, oh nein! sie packte mich und riss mich zu Boden, ohne auch nur einen kleinen Ansatz im Vorfeld zu zeigen. Und immer zu packte sie mich, jeden Tag aufs neue. Wehrlos musste ich mit ansehen wie mein "normales Leben" langsam einem Scherbenhaufen glich. und so stand ich da den Scherbenhaufen betrachtend und wusste nicht weiter. Ich wollte weg einfach nur weit weg von allem und doch wollte ich hier bleiben und alleine sein. Wir konnte er nur so gnadenlos sein? Ich hatte mich auf ihn gestützt ihm mein leben anvertraut und er war so rücksichtslos und warf alles zu Boden was er packen konnte. Er hätte ebenso gut jeden einzelnen unserer Momente anzünden können. Er wollte sie vergessen und ich konnte es verstehen, doch er verstand nicht das ich nicht so weit war ihn zu vergessen. Ich wollte ihn einfach noch nicht fallen lassen!
ich hatte ihm doch etwas für die Ewigkeit geschworen. doch für ihn schien die Ewigkeit nicht all zu lange angehalten zu haben. Er schien die Ewigkeit zu hassen und jeden Tag darauf zu hoffen das ich aufgab. er bereitete mir die Hölle auf erden und doch ließ ich ihn nicht im Stich. er hätte niemals gedacht das ich es so ernst meinte, doch als er erkannte wie ernst es mir wirklich war packte er seine Sachen und verschwand. ich war allein. Meinen Freunden kehrte ich zu oft den rücken zu, weil ich mich auf das einzigst "sichere" verlassen hatte und das immer und immer wieder. Doch nun schien dieses einzigste sichere Ding in meinem leben weniger sicher vorhanden zu sein. Es war nicht nur weniger sicher vorhanden es war überhaupt nicht mehr vorhanden! Doch ich konnte das alles nicht fassen. Ich spielte mir selbst vor das alles gut sein würde. Das das alles nur ein schlechter Traum ist. Wer weiß vielleicht ist er ja nur ein paar tage zur Erholung weg gefahren? Immerhin musste er ja wieder kommen ich hatte hier ja noch einige seiner Sachen. Und vielleicht sah er dann ein wie wichtig ihm die Ewigkeit zu sein schien. Doch ich wurde wiedermal nur enttäuscht. Er machte sich nichts aus Ewigkeit, er machte sich nichts daraus einem Menschen eine stütze zu sein und er machte sich schon gar nichts aus mir!
Er erschuf den perfektesten Scherbenhaufen der je erschaffen wurde.

 

24.6.10 18:54


Der perfekte Mann



Kennt ihr das? Ihr steht vor ihm und wisst genau das ist der richtige!
Was im erstens Moment auch so scheint, doch es entwickelt sich nach gewisser Zeit immer ein bisschen anders. Es gibt Streit, Diskussionen, Vorwürfe und ehe man sichs versieht nistet sich das ein und kehrt immer wieder. Ihr entdeckt auf einmal das dieser Mensch den ihr so gut zu kennen geglaubt habt, sich auf einmal völlig anders verhält. Er hält euch Dinge vor die zu eurer Persönlichkeit gehören.Er liebte es an dir das du kindisch und aufgeschlossen warst und im nächsten Moment verachtet er dich dafür. So läuft das oft in Beziehungen. in einer Beziehung hat man jedoch den Vorteil das man gehen kann ohne über evtl. Konsequenzen nach zu denken. Es war einen versuch wert sagt man sich. Man kommt schon irgendwie darüber hin weg. Doch letztendlich stellt man oft fest man kommt eben nicht darüber hinweg es war eben nicht einen versuch wert es war dumm diesen Menschen gehen zu lassen aber man erinnert sich wieder und wieder an die Situationen und man redet sich ein das alles wie früher werden könnte wenn man sich doch nur mal bemüht. doch voller Enttäuschung stellt man nach dem 100sten versuch immer noch fest, das es sich niemals enden wird. das es immer Themen geben wird die ihn stören egal welche es sind. Das Menschen einfach ihre Meinung schlagartig ändern. Das Leute es sich so angenehm wie möglich machen damit sie sich selbst nicht schaden und dabei eigentlich komplett außer acht lassen das sie mit ihrem verhalten anderen schaden. Doch sie wollen es nicht einsehen. Wenn sie dann die räudigen Blicke des gegenüber sehen die Enttäuschung, die Trauer dann plötzlich merken sie das es ein Fehler war sie versuchen es zu schlichten ganz klar aber den Verlust werden sie damit nicht mildern. Sie vergessen oft das es Menschen sind die uns aufbauen, die uns schaden, die uns zum lachen und zum weinen bringen können sie vergessen das jeder Mensch auf der Welt etwas besonderes hat das einem anderen Menschen gefallen könnte und sie bedenken einfach nicht das es andere sind die sich den Schmerz und die Trauer anhören dürfen die sie hinterlassen haben. Sie danken es nicht einmal jemandem das man ihre hinterlassenen Scherben zusammen kehrt und die von ihnen gebrochenen Herzen versucht zu flicken. Sie merken nicht das es ihnen wohl möglich gut getan hat zu gehen dem anderen aber vielleicht den Boden unter den Füßen gekostet haben. Sie leben ihr leben weiter sie beginnen etwas neues frisches etwas ohne Trümmer und schmerzen etwas womit sie keine Arbeit haben. Doch was bleibt uns? 

Nehmen wir mal an alle würden so reagieren nehmen wir an jeder verletzt jeden, wer tröstet dann?

Nehmen wir mal an alle sind voller Trauer, wer lacht dann mit uns?

Und nehmen wir an jeder würde sich mit sich selbst beschäftigen weil sonst niemand mehr bei einem wäre, wo wären wir dann?

Wir wären allein!

In einem leeren zimmer ohne Freude wir würden uns ablenken wüssten nicht womit wir würden nachdenken ohne ein Ergebnis wir würden zweifeln. Doch wir hoffen jedes mal das jemand da ist. Wir bitten darum das uns jemand fängt, wenn wir fallen. Wir vertrauen darauf das jemand kommt und die Wunden heilt. Aber danken wir diesen Personen auch genug? Wissen sie wie wichtig sie uns sind?

Denn Freundschaft ist doch meist die besser alternative zur liebe durch die Freundschaft schöpfen wir neuen Mut und die nötige kraft die wir brauchen um selbst etwas neues zu starten. Und das ist es was uns alle davor rettet im Chaos zu versinken die Freundschaft die so wichtig ist um zu überleben. Denn wieso sollte man es sich schwer machen, wenn es auch mit Spaß voran gehen kann?

21.12.09 02:55


Das ''Normale'' Leben



Da war es dann also mein normales Leben und Anfangs schien auch alles perfekt doch nach einer Zeit entwickelte sich alles zu einem regelrechten Albtraum. Ich zog zu Anfangs in meine erste eigene Wohnung, von dort aus sollte ich außerhalb betreut werden um nicht komplett alleine da zu stehen was an sich auch erstmal gut lief, bis sich raus stellte das diese so genannten Betreuer genauso wenig Interesse an mir hatten wie mein eigener Vater. Mir blieb also in dieser Zeit niemand außer meinen Freunden. Die mich natürlich auch in jeglicher Form unterstützten ohne Frage. Nun saß ich dort fest ohne Möbel mit ein wenig Geld für den Einkauf und ohne Geschirr oder sonstiger Ausstattung. Mir wurde alles genommen und war am Boden, das einzigste was mir blieb war mein Bett, das mir mein Vater freundlicherweise mit gab beim Auszug. Die Wohnung schien kalt, leer und verlassen. Und so in etwa fühlte auch ich mich. Zum Glück hatte ich in dieser Zeit Arbeit gefunden und war relativ selten Zuhause. Doch auch das half nichts ich konnte einfach nicht mehr vor dieser Einsamkeit davon laufen. Also beschloss ich Kontakte zu suchen, daraus entstand dann mein Reisewahn! Ich blieb nie länger als 2 Wochen an ein und dem selben Fleck und reiste so von Ort zu Ort, nach hause kam ich aller höchstens mal zum Wäsche waschen. Ich für mich fand das nicht schlimm im Gegenteil ich fand es aufregend und abwechslungsreich, doch meine Betreuer sahen das leider anders. Sie verboten mir das umher reisen und holten mich in das grausame etwas zurück, welches ich in diesem Moment noch als Leben bezeichnen würde. Da saß ich nun also wieder einsam und allein in meiner Wohnung und das einzigste was mich nach draußen brachte war die Arbeit. Gott sei dank durfte ich nach etwa 3 Wochen endlich umziehen und mir dort dann auch eigene Möbel kaufen. Ich richtete meine Wohnung gemütlich ein in der Hoffnung so ein Gefühl von Zuhause zu entwickeln, doch wieder lief ich fort ich fühlte mich auch nicht besser als in der vorherigen Wohnung, im Gegenteil ich kam mir noch verlassener vor als die ganze Zeit davor. Nach einer gewissen Zeit lebte ich mich dann doch irgendwie ein, doch die Reiselust blieb. Und so schwankte ich hin und her zwischen Arbeit, den alten Freunden, den Neuen und den Reisen die mich weiter aus diesem Chaos holen würden. Als ich dachte ich sei auf bestem Weg wurde mir das genommen was mich am meisten ablenkte .. meine Arbeit. Da saß ich nun kaum einen Cent in der Tasche, ohne meine Freunde die davon ausgingen ich hätte immer noch so wenig Zeit wie vorher und sich daher anderweitig beschäftigten und mit einem gepackten Koffer in meiner Wohnung und fing an nach und nach zu verzweifeln. Doch wer sollte mich auffangen? Immerhin wollte sich doch niemand meine Geschichte anhören! Da erbarmte ich mich meine Betreuerin nach schichtende privat an zu rufen und sie um Rat zu fragen was dazu führte das ich mich also wieder in einen Zug begab und floh. Als ich auf dem Weg zu meinem besten Freund war der mich freundlicherweise aufgenommen hatte für diese Zeit begann ich darüber nach zu denken was für einen Sinn das alles noch haben sollte. Ich verstand nicht wieso gerade mir alles aus den Händen glitt was bis dahin so wichtig für mich schien. Und so kam es das ich wieder mit dem Chatten begann ich hatte im Chat schon viele Bekanntschaften geschlossen einige die mir wichtig waren aber auch viele die weniger wichtig waren. Ich fing also an wieder mit einem Freund zu schreiben. Jemand der unparteiisch war der Situation gegenüber und jemand der mich verstehen würde. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Tage lang! Bis ich merkte was mir wirklich geblieben war. Ein paar unbekannte Gestalten die sich in einem Chat so etwas wie Nähe suchten und Zuneigung durch leere Worte versprühten. So der Stand also bis dahin. Doch kurze Zeit später war es genau das was mich daran hinderte zu verzweifeln. Ich knüpfte also engere Freundschaften und begann häufiger zu telefonieren bis ich auf diese Weise schlussendlich jemanden kennen lernte der mein Leben noch einmal verändern sollte meinen jetzigen Mann. Mit ihm begann ein neues Leben für mich ein neuer toller Abschnitt den ich mit jemandem teilen konnte der mich verstand und immer zu mir hielt.

3.12.09 01:13


Warum es manchmal schwerer ist als es sein müsste



Es ist manchmal so unglaublich schwer manche Menschen zu verstehen und das ist es was die Welt so schwierig gestaltet. Man spricht oft von Erfahrung, von Wissen von Kenntnissen über das Leben und doch hat Niemand wirklich den hauch einer Ahnung. Es steckt viel mehr eine Idee dahinter die man glaubt verstanden zu haben. Doch ehe man dies verstehen könnte hat es sich schon so eingeprägt und die Fiktion wurde dadurch mal wieder der Realität vorgezogen. Was uns auch gleich zu dem Grund meines Blogs führt. Missverständnisse, Wahrnehmungsstörungen, Intriegen kurz um ALLTAG! Wenn man sich zum Beispiel alles im mich herum mal so betrachtet da gibt es einen super hysterischen Vater der mit sich selbst nichts an zu fangen weiß, einen Bruder der damit total überfordert ist, einen Ehemann dem das Verhalten in dieser Situation so garnicht schmeckt, eine längst ausgezogene Mutter die sich dessem entziehen wollte und trotzdem immer wieder mitten drin steckt und schließlich Ich die mehr oder minder kleine Tochter, große Schwester, Ehefrau und Leidtragende des ganzen Theaters. Ich befinde mich zwischen den Stühlen in jeder Situation. Ich bin zwar schon lange nicht sonderlich grün mit meinem Vater aber dennoch ist er irgentwie doch ein Teil der Familie. Auf der anderen Seite handelt er meines erachtens nach unrecht in so vielen Situationen so als ob er nur handeln würde ohne jemals darüber nach zu denken. Und es reicht ihm nicht nur das er seine Familie weitestgehend auseinander getrieben hat, nein nun muss er meine auch noch attackieren. Was er davon hat oder sich davon verspricht leuchtet mir in keinem dieser Situationen ein und auch nicht Tage später. Bisher kam es eigentlich noch nie vor das es jemals einleuchtend wurde.

So kommt es Beispielsweise vor das er von Anfang an immer freundlich und zuvor kommend war. Ich war sogar mal ein echtes "Papa Kind",doch mit der Zeit änderte sich das drastisch. Das fing so ab dem 15. Lebensjahr an,damals standen meine Eltern kurz vor der Trennung und liesen ihren Frust an mir aus, womit man an sich noch gut klar kommt denn ich hatte ja Jahre zeit um mich in Geduld zu üben. Anfangs stand ich eher auf der Seite meines Vaters muss ich mir selbst eingestehen. Aber heute glaube ich, dass ich einfach noch zu naiv war und er einfach nur gut darin seine falsche Wahrnehmung zu vermitteln was es dann Schlussendlich wohl irgendwie einfacher machte mich zu entscheiden. Also brach der Krieg aus ein riesen Streit gegenüber meiner Mutter, lästern von Seiten meines Vaters, ein verstörter Hilferuf meines Bruders und immer wieder stand ich zwischen den Stühlen. Das ging etwa 1 Jahr so, vielleicht ein paar Monate mehr, so genau weiß ich das nun nicht mehr. Da kam es also das mein Vater plötzlich total überfordert war mit jedlicher Situation, von da an kümmerte er sich nur noch um SEINE Termine und SEINE Arbeit. Man muss Ihm lassen das er immerhin immer etwas zu Essen hinterlassen hat, jedoch ist das für Ihn bis heute noch die Einzigste aktivität die er vollbringt. Von da an ging eigentlich alles ganz zügig ich hielt noch ein paar Monate durch in Haushaltsführung, Abschlussprüfung und Kindererziehung, bis ich auch ich an meinem toten Punkt angekommen war. Ich versuchte mit meinem Vater öffter darüber zu sprechen doch für ihn gab es nur SEINE Welt. In seiner Wahrnehmung war er der totale Mitleidsträger. Er wurde verlassen (obwohl er meine Mutter quasi auf die Straße gesetzt hat), er muss schwer arbeiten und Geld verdienen, er muss auf die Kinder achten, er muss sich um die Scheidung kümmern, er ist allein und bekommt keinerlei Unterstützung kurz um ICH HATTE IHN GEFÄLLIGST ZU UNTERSTÜTZEN! So viel zu seiner Wahrnehmung!
Ich hatte seid diesem Zeitpunkt nichts mehr zu melden und in dem Moment wurde mir klar, ich würde ewig das kleine dumme Mädchen für ihn bleiben, ich bräuchte nicht warten bis er auf mich zu kam um mir zu helfen, ich war auf mich allein gestellt und konnte den bequemen Weg wählen und dabei irgendwann zu Grunde gehen oder den unbequemen in dem ich mir endlich ein eigenes Leben aufbauen konnte. Und ich, in meiner damaligen Situation, entschied mich für den unbequemeren Weg in der Hoffnung so endlich ein normales Leben führen zu können.

 

 

 

22.11.09 22:04


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