WACHTRÄUMERIN Eins Zwei Drei Vier Fünf Sechs Herz

Warum es manchmal schwerer ist als es sein müsste



Es ist manchmal so unglaublich schwer manche Menschen zu verstehen und das ist es was die Welt so schwierig gestaltet. Man spricht oft von Erfahrung, von Wissen von Kenntnissen über das Leben und doch hat Niemand wirklich den hauch einer Ahnung. Es steckt viel mehr eine Idee dahinter die man glaubt verstanden zu haben. Doch ehe man dies verstehen könnte hat es sich schon so eingeprägt und die Fiktion wurde dadurch mal wieder der Realität vorgezogen. Was uns auch gleich zu dem Grund meines Blogs führt. Missverständnisse, Wahrnehmungsstörungen, Intriegen kurz um ALLTAG! Wenn man sich zum Beispiel alles im mich herum mal so betrachtet da gibt es einen super hysterischen Vater der mit sich selbst nichts an zu fangen weiß, einen Bruder der damit total überfordert ist, einen Ehemann dem das Verhalten in dieser Situation so garnicht schmeckt, eine längst ausgezogene Mutter die sich dessem entziehen wollte und trotzdem immer wieder mitten drin steckt und schließlich Ich die mehr oder minder kleine Tochter, große Schwester, Ehefrau und Leidtragende des ganzen Theaters. Ich befinde mich zwischen den Stühlen in jeder Situation. Ich bin zwar schon lange nicht sonderlich grün mit meinem Vater aber dennoch ist er irgentwie doch ein Teil der Familie. Auf der anderen Seite handelt er meines erachtens nach unrecht in so vielen Situationen so als ob er nur handeln würde ohne jemals darüber nach zu denken. Und es reicht ihm nicht nur das er seine Familie weitestgehend auseinander getrieben hat, nein nun muss er meine auch noch attackieren. Was er davon hat oder sich davon verspricht leuchtet mir in keinem dieser Situationen ein und auch nicht Tage später. Bisher kam es eigentlich noch nie vor das es jemals einleuchtend wurde.

So kommt es Beispielsweise vor das er von Anfang an immer freundlich und zuvor kommend war. Ich war sogar mal ein echtes "Papa Kind",doch mit der Zeit änderte sich das drastisch. Das fing so ab dem 15. Lebensjahr an,damals standen meine Eltern kurz vor der Trennung und liesen ihren Frust an mir aus, womit man an sich noch gut klar kommt denn ich hatte ja Jahre zeit um mich in Geduld zu üben. Anfangs stand ich eher auf der Seite meines Vaters muss ich mir selbst eingestehen. Aber heute glaube ich, dass ich einfach noch zu naiv war und er einfach nur gut darin seine falsche Wahrnehmung zu vermitteln was es dann Schlussendlich wohl irgendwie einfacher machte mich zu entscheiden. Also brach der Krieg aus ein riesen Streit gegenüber meiner Mutter, lästern von Seiten meines Vaters, ein verstörter Hilferuf meines Bruders und immer wieder stand ich zwischen den Stühlen. Das ging etwa 1 Jahr so, vielleicht ein paar Monate mehr, so genau weiß ich das nun nicht mehr. Da kam es also das mein Vater plötzlich total überfordert war mit jedlicher Situation, von da an kümmerte er sich nur noch um SEINE Termine und SEINE Arbeit. Man muss Ihm lassen das er immerhin immer etwas zu Essen hinterlassen hat, jedoch ist das für Ihn bis heute noch die Einzigste aktivität die er vollbringt. Von da an ging eigentlich alles ganz zügig ich hielt noch ein paar Monate durch in Haushaltsführung, Abschlussprüfung und Kindererziehung, bis ich auch ich an meinem toten Punkt angekommen war. Ich versuchte mit meinem Vater öffter darüber zu sprechen doch für ihn gab es nur SEINE Welt. In seiner Wahrnehmung war er der totale Mitleidsträger. Er wurde verlassen (obwohl er meine Mutter quasi auf die Straße gesetzt hat), er muss schwer arbeiten und Geld verdienen, er muss auf die Kinder achten, er muss sich um die Scheidung kümmern, er ist allein und bekommt keinerlei Unterstützung kurz um ICH HATTE IHN GEFÄLLIGST ZU UNTERSTÜTZEN! So viel zu seiner Wahrnehmung!
Ich hatte seid diesem Zeitpunkt nichts mehr zu melden und in dem Moment wurde mir klar, ich würde ewig das kleine dumme Mädchen für ihn bleiben, ich bräuchte nicht warten bis er auf mich zu kam um mir zu helfen, ich war auf mich allein gestellt und konnte den bequemen Weg wählen und dabei irgendwann zu Grunde gehen oder den unbequemen in dem ich mir endlich ein eigenes Leben aufbauen konnte. Und ich, in meiner damaligen Situation, entschied mich für den unbequemeren Weg in der Hoffnung so endlich ein normales Leben führen zu können.

 

 

 

22.11.09 22:04
 


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