WACHTRÄUMERIN Eins Zwei Drei Vier Fünf Sechs Herz

Das ''Normale'' Leben



Da war es dann also mein normales Leben und Anfangs schien auch alles perfekt doch nach einer Zeit entwickelte sich alles zu einem regelrechten Albtraum. Ich zog zu Anfangs in meine erste eigene Wohnung, von dort aus sollte ich außerhalb betreut werden um nicht komplett alleine da zu stehen was an sich auch erstmal gut lief, bis sich raus stellte das diese so genannten Betreuer genauso wenig Interesse an mir hatten wie mein eigener Vater. Mir blieb also in dieser Zeit niemand außer meinen Freunden. Die mich natürlich auch in jeglicher Form unterstützten ohne Frage. Nun saß ich dort fest ohne Möbel mit ein wenig Geld für den Einkauf und ohne Geschirr oder sonstiger Ausstattung. Mir wurde alles genommen und war am Boden, das einzigste was mir blieb war mein Bett, das mir mein Vater freundlicherweise mit gab beim Auszug. Die Wohnung schien kalt, leer und verlassen. Und so in etwa fühlte auch ich mich. Zum Glück hatte ich in dieser Zeit Arbeit gefunden und war relativ selten Zuhause. Doch auch das half nichts ich konnte einfach nicht mehr vor dieser Einsamkeit davon laufen. Also beschloss ich Kontakte zu suchen, daraus entstand dann mein Reisewahn! Ich blieb nie länger als 2 Wochen an ein und dem selben Fleck und reiste so von Ort zu Ort, nach hause kam ich aller höchstens mal zum Wäsche waschen. Ich für mich fand das nicht schlimm im Gegenteil ich fand es aufregend und abwechslungsreich, doch meine Betreuer sahen das leider anders. Sie verboten mir das umher reisen und holten mich in das grausame etwas zurück, welches ich in diesem Moment noch als Leben bezeichnen würde. Da saß ich nun also wieder einsam und allein in meiner Wohnung und das einzigste was mich nach draußen brachte war die Arbeit. Gott sei dank durfte ich nach etwa 3 Wochen endlich umziehen und mir dort dann auch eigene Möbel kaufen. Ich richtete meine Wohnung gemütlich ein in der Hoffnung so ein Gefühl von Zuhause zu entwickeln, doch wieder lief ich fort ich fühlte mich auch nicht besser als in der vorherigen Wohnung, im Gegenteil ich kam mir noch verlassener vor als die ganze Zeit davor. Nach einer gewissen Zeit lebte ich mich dann doch irgendwie ein, doch die Reiselust blieb. Und so schwankte ich hin und her zwischen Arbeit, den alten Freunden, den Neuen und den Reisen die mich weiter aus diesem Chaos holen würden. Als ich dachte ich sei auf bestem Weg wurde mir das genommen was mich am meisten ablenkte .. meine Arbeit. Da saß ich nun kaum einen Cent in der Tasche, ohne meine Freunde die davon ausgingen ich hätte immer noch so wenig Zeit wie vorher und sich daher anderweitig beschäftigten und mit einem gepackten Koffer in meiner Wohnung und fing an nach und nach zu verzweifeln. Doch wer sollte mich auffangen? Immerhin wollte sich doch niemand meine Geschichte anhören! Da erbarmte ich mich meine Betreuerin nach schichtende privat an zu rufen und sie um Rat zu fragen was dazu führte das ich mich also wieder in einen Zug begab und floh. Als ich auf dem Weg zu meinem besten Freund war der mich freundlicherweise aufgenommen hatte für diese Zeit begann ich darüber nach zu denken was für einen Sinn das alles noch haben sollte. Ich verstand nicht wieso gerade mir alles aus den Händen glitt was bis dahin so wichtig für mich schien. Und so kam es das ich wieder mit dem Chatten begann ich hatte im Chat schon viele Bekanntschaften geschlossen einige die mir wichtig waren aber auch viele die weniger wichtig waren. Ich fing also an wieder mit einem Freund zu schreiben. Jemand der unparteiisch war der Situation gegenüber und jemand der mich verstehen würde. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Tage lang! Bis ich merkte was mir wirklich geblieben war. Ein paar unbekannte Gestalten die sich in einem Chat so etwas wie Nähe suchten und Zuneigung durch leere Worte versprühten. So der Stand also bis dahin. Doch kurze Zeit später war es genau das was mich daran hinderte zu verzweifeln. Ich knüpfte also engere Freundschaften und begann häufiger zu telefonieren bis ich auf diese Weise schlussendlich jemanden kennen lernte der mein Leben noch einmal verändern sollte meinen jetzigen Mann. Mit ihm begann ein neues Leben für mich ein neuer toller Abschnitt den ich mit jemandem teilen konnte der mich verstand und immer zu mir hielt.

3.12.09 01:13
 


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