WACHTRÄUMERIN Eins Zwei Drei Vier Fünf Sechs Herz

Der perfekte Scherbenhaufen



Er funkelte! Er glänzte! Jedoch nur in der Sonne. Doch er bekam niemals die Sonne zu Gesicht. Dafür würde ich schon sorgen. Ich blieb allein, ständig allein. Ich weinte immer zu und so konnte man sich immerhin keinem Menschen zeigen richtig? Also blieb ich weiterhin allein. Ich hörte ein und das selbe Lied.. Unser Lied. Ich versuchte wieder in mein Alltag rein zu kommen probierte Sachen die mir Spaß machten, sprach mit Leuten die mir einmal was bedeutet hatten.. bis zu meiner ehe sogenannte Freunde. Doch auch sie konnten nicht helfen. Sie machten mich für alles verantwortlich, beschuldigten mich Dinge getan zu haben die so niemals passiert sind. Also blieb ich wieder allein, denn auf solche Leute wollte ich mich nicht stützen, auf solche Leute wollte sich niemand gerne stützen. Doch dann führte mich mein weg in die online Welt. Und so traurig es klingen mag sie hat mich aufgefangen. Ich habe dort wirklich sehr gute Kontakte geknüpft. Leute die ständig mit mir telefoniert haben um mit mir zu lachen und mit mir zu weinen. Leute die mich versucht haben zu trösten, abzulenken, die versucht haben mir zu helfen das ich endlich wieder mal schlafen konnte, die mir mein dauerhaft laufendes Lied löschten und mir neue zeigten. Die nicht nur sagen "ooch das wird schon wieder" sondern mir dies auch wirklich Zeigen konnten. Ich habe dort Leute gefunden die heute meine stützen geworden sind! ohne die ich meinen Alltag nicht mehr bestreiten könnte. und die auf einmal gar nicht mehr so weit entfernt zu sein schienen. Aber natürlich wie sollte es anders sein bewies sich trotz des guten Kontakts das sie einfach weit weg wahren. Das sie zwar versuchen konnten mir zu helfen und die Sache vielleicht auch leichter und erträglicher machten, doch nie wirklich für mich da sein konnten so sehr sie dies auch versuchten. Also machte ich mich daran alles miteinander zu mischen, ich brachte meinen neuen alten Freunden meine online Freunde nahe und zeigte ihnen wie man sich trotz der Entfernung für einander begeistern kann. Und ich zeigte meinen online Freunden meine realen Freunde um zu zeigen schaut mal es ist manchmal nicht unbedingt das schlechteste nicht genau neben an zu wohnen. Und ich hatte es geschafft irgendwie alles miteinander zu vereinbaren ohne das sich jemand der beiden schlecht fühlte. Zum ersten mal in meinem leben hatte ich da wirklich das Gefühl das es wieder Berg auf gehen würde. Ich konnte förmlich spüren wie es war voran getrieben zu werden. Ich ging wieder nach draußen machte einiges von den Sachen von früher und betrachtete meinen Scherbenhaufen im Sonnenlicht. Wie er funkelte und glitzerte und auf einmal fand ich ihn gar nicht mehr so abschreckend und hässlich im Gegenteil ich lernte damit zu leben. Ich baute mir die schönste Fassade die man sich aus Scherben hätte bauen können. Und ich gebe zu ich war selbst auch ein klein wenig stolz auf mich. Meine Freunde wiederum blickten nur auf die Fassade und sahen "wie gut es mir doch ging" und ich wahr auch zufrieden damit denn irgendwie war es doch auch das was ich erreichen wollte oder? Doch natürlich und wie hätte es anders sein sollen scheiterte das Projekt. die Fassade begann zu bröckeln und ich brach in mich zusammen. Nervenzusammenbrüche folgten schnell die Rückfälligkeit im Schlepptau. und niemand konnte es aufhalten, es war vielleicht sogar ein bisschen wie bei Dominoday. Es war wunderschön dabei zu zuschauen aber eine heiden arbeiten das alles selbst wieder auf zu bauen. Und doch gab es zwei Menschen die es schafften die kette nicht zu ende laufen zu lassen. Die mich im lauf stoppten um schlimmeres zu verhindern. So ergab es sich also das diese beiden Personen meine stützen wurden. Ich erkannte also das es manchmal vielleicht gar nicht wichtig war 1 feste stütze zu haben da auch viele kleine ausreichten um nicht zusammen zu brechen und kehrte zurück in meine Trauerphase.


24.6.10 19:18
 


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